Home Home
 g
Now playing:
Artists
Catalogue
Upcoming
Series
Newsroom
About
Newsletter
World Distribution
Reviews
 

 
PSC 1108
 
PSC 1228 (3 CD)
 
PSC 1820
 
PSC1265 SACD
 
PSC1835 (2CD)
Randi Stene    

Randi Stene

Lyrics to orchestral songs by Zemlinsky and Schulhoff

Lyrics to orchestral songs by Zemlinsky and Schulhoff on Randi Stene's recording (PSC 1249) found here













Alexander Zemlinsky (1871–1942)
1-6 Six Songs
Texts by Maurice Maeterlinck, op. 13


I
Die drei Schwestern

Die drei Schwestern wollten sterben, setzten auf die güldnen Kronen,
gingen sich den Tod zu holen, wähnten ihn im Walde wohnen.
„Wald so gib uns, daß wir sterben, sollst drei güldne Kronen erben!“
Da begann der Wald zu lachen und mit einem Dutzend Küssen
ließ er sie die Zukunft wissen.

Die drei Schwestern wollten sterben,
wähnten Tod im Meer zu finden, pilgerten drei Jahre lang.
„Meer, so gib uns, daß wir sterben, sollst drei güldne Kronen erben!“
Da begann das Meer zu weinen, ließ mit dreimal hundert Küssen die
Vergangenheit sie wissen.

Die drei Schwestern wollten sterben,
lenkten nach der Stadt die Schritte, lag auf einer Insel Mitte.
„Stadt, so gib uns, daß wir sterben, sollst drei güldne Kronen erben!“
Und die Stadt tat auf die Tore und mit heißen Liebesküssen ließ die
Gegenwart sie wissen.

II
Die Mädchen mit den verbundenen Augen

Die Mädchen mit den verbundenen Augen (Tut ab die goldenen Binden!)
die Mädchen mit den verbundenen Augen wollten ihr Schicksal finden.
Haben zur Mittagsstunde (laßt an die goldenen Binden!)
haben zur Mittagsstunde das Schloß geöffnet im Wiesengrunde,
haben das Leben gegrüßt (Zieht fester die goldenen Binden!)
haben das leben gegrüßt, ohne hinaus zu finden.
Die Mädchen mit den verbundenen Augen wollten ihr Schicksal finden.

III
Lied der Jungfrau

Allen weinenden Seelen,
aller nahenden Schuld
öffn’ ich im Sternenkranze
meine Hände voll Huld.
Alle Schuld wird zunichte
vor der Liebe Gebet,
keine Seele kann sterben,
die weinend gefleht.
Verirrt sich die Liebe
auf irdischer Flur,
so weisen die Tränen
zu mir ihre Spur.

IV
Als ihr Geliebter schied

Als ihr Geliebter schied (ich hörte die Türe gehn)
als ihr Geliebter schied, da hab ich sie weinen gesehen.
Doch als er wieder kam (ich hörte des Lichtes Schein)
doch als er wieder kam, war ein anderer daheim.
Und ich sah den Tod (mich streifte sein Hauch)
und ich sah den Tod, der erwartet ihn auch.

V
Und kehrt er einst heim

Und kehrt er einst heim, was sag ich ihm dann?
Sag, ich hätte geharrt, bis das Leben verrann.
Wenn er weiter fragt und erkennt mich nicht gleich?
Sprich als Schwester zu ihm, er leidet vielleicht, er leidet vielleicht.
Wenn er fragt, wo du seist, was geb ich ihm an?
Mein Goldring gib und sieh ihn stumm an.
Will er wissen, warum so verlassen das Haus?
Zeig die offne Tür, sag das Licht ging aus.
Wenn er weiter fragt nach der letzten Stund’?
Sag, aus Furcht, daß er weint, aus Furcht, daß er weint, lächelte mein Mund.

VI
Sie kam zum Schloß gegangen

Sie kam zum Schloß gegangen, die Sonne erhob sich kaum
sie kam zum Schloß gegangen, die Ritter blickten mit Bangen schwiegen die Frauen.
Sie blieb vor der Pforte stehen, die Sonne erhob sich kaum
sie blieb vor der Pforte stehen, man hörte die Königin gehen und der König fragte sie: Wohin gehst du? Wohin gehst du?
Gib acht in dem Dämmerschein!
Wohin gehst du? Wohin gehst du?
Harrt drunten jemand dein? Sie sagte nicht ja noch nein.
Sie stieg zur Fremden hernieder gib acht in dem Dämmerschein
sie stieg zu der Fremden hernieder. Sie schloß sie in ihre Arme ein.
Die beiden sagten nicht ein Wort und gingen eilends fort.


Erwin Schulhoff
(1894-1942)

Menschheit

Fünf Gedichte von Theodor Däubler
Eine Symphonie für eine Altstimme und Orchester
Opus 28


I
Der Dudelsack

Vertraut und traurig summt ein Dudelsack im Haine, das ruft wie Brunst, voll guter Brunst aus dumpfer Schluft.
Die Rosen bluten schwer betaut im Mondenscheine, verliebte Junikäfer blitzen durch die Luft.
Der Dudelsack verstummt im blauen Lorbeerdunkel, Jetzt schlägt noch eine Nachtigall, sie klagt, sie schweigt.
Der schwache Wind erzählt von Flüstern und Gemunkel, wir sehen zu, wie hell der Mond sich höher neigt.
Ein Brunnen ruft uns zu, ich lausche seinem Rauschen: er zieht mich an, wie Silber blinkt der Kies, mit klarem Wasser kann ich lange, lange plauschen, mir deucht dabei, daβ ich die Quelle nie verlieβ.
Der gute Dudelsack surrt wieder durch die Lauben, und alles leise Rauschen lauscht beinahe: lauscht!
Das Dudeln brummt und schluchzt voll altem Bauernglauben, vom Waldeswahn sind Wasser, Wind, – bin ich berauscht.
Doch wiederum verwundert uns das ferne Dudeln: Wie nah es war!
Und nochmals schlägt die Nachtigall! Die Flut entschlüpft, vergluckst in kurzen Strudeln, der Wind umfasst uns ganz: nun bangt mir überall.

II
Flügellahmer Versuch

Es schweift der Mond durch ausgestorb’ne Gassen,
es fällt ein Schein bestimmt durch bleiche Scheiben.
Ich möchte nicht in dieser Gasse bleiben,
ich leid’ es nicht, daβ Häuser stumm erblasen.
Doch was bewegt sich steil auf den Terrassen?
Ich wähne dort das eigenste Betreiben,
als wollten Kreise leiblich sich beschreiben,
ich ahne Laute, ohne sie zu fassen.
Es mag sich wohl ein weiβer Vogel zeigen,
dabei sich aber langsam, langsam nieder neigen.
Ach! Wie scheint mir dieses Mondtier blind und eigen,
es klopft an Scheiben, unterbricht das Schweigen
und liegt dann tot in Hainen unter Feigen.

III
Oft

Warum erscheint mir immer wieder ein Abendtal, sein Bach und Tannen?
Es blickt ein Stern verständlich nieder und sagt mir: “Wandle still von dannen.”
Dann zieh’ ich fort von guten Leuten. Was konnte mich nur so verbittern?
Die Glocken fangen an zu läuten, und der Stern beginnt zu zittern, beginnt zu zittern.

VI
Dämmerung

Am Himmel steht der erste Stern,
die Wesen wähnen Gott, den Herrn
und Boote laufen sprachlos aus.
Ein Licht erscheint bei mir zu Haus.
Die Wogen steigen weiß empor,
es kommt mir alles heilig vor.
Was zieht in mich bedeutsam ein?
Du sollst nicht immer traurig sein.

V
Einblick

Weine nicht, Jungfrau Marie,
du kannst die Menschen nicht retten.
Schaukle dein Kind auf dem Knie,
als ob wir noch Fröhlichkeit hätten.
Doch sind wir uns selbst überlassen
und bringen uns bei, den Heiland zu hassen.
Blass bist du, Jungfrau Marie,
noch blässer als an dem Tage,
da man den Herrgott bespie,
denn nun gilt einzig die Frage:
Wie wäre das Heil zu entbehren
und schmerzlich die Freude zu mehren?
Arm bist du, Jungfrau Marie,
du kannst dich nicht mehr verhüllen.
So sichtbar warst du noch nie.
In dir soll der Trost sich erfüllen.
Man kann nicht die Armen entfernen,
du wirst sie mit Demut besternen.


Landschaften
Five poems of Johannes Theodor Kuhlemann, op. 26


I
die Türen sind zugeweht

die Türen sind zugeweht lang
aber die kalten Kissen schluchzen der Lust nach
schräg rauscht der Vorhang herein
wie die Liebe kommt
tiefrot und zum Weinen
schmücke mit Silber und Eis
und brich und brich ein
Fenster der hart andrängenden Welt

II
alle Frauen weinen

alle Frauen weinen, weinen
der graue Prinz hat seinen Vater erschlagen
er reitet durch der Frühe singende Schneedome der Lilie nach
die seine vollendeten Hände halten
aber ein Haus ist dessen bange Wölbung er nie verlassen wird
bis in die Keller fällt Regen böse Jahre lang
bitter starren die toten Adern der Erde
dort in den höhren Lüften singt Ariel einsam einsam

III
Demut faltet den Raum

Demut faltet den Raum wir müssen sterben
in nächtlichen Spiegel zittert die Unruh O Woge des Monds
es ruft über den Fluß und hierher,
aller Tage gekrönter Stern ist unterwegs
hebt hinter der Wand die Meere sich auf
ich kann den Tod nicht wie den Abend lieben
am Ende steht der Engel mitten unter dem Tor
ihm bergen lauschendes Haupt die Völker
auch mir rauscht am Boden das Gras
die Pfade enden im schaurigen Herzen mir…

IV
viele Wege sind kleine, vergangene

viele Wege sind kleine, vergangene
und eine Blüte wird groß in meinem alten Auge
grüne Andacht geht um die Bäume und still um die Hütten der Tiefe,
denk den süssen hinter Bergen, hinter Bergen den Wasserfall
Du aber liegst mir entgegen weiß
Bild der Seele getrogen und alles, alles ist zweimal da
die goldnen Winde gaben Liebe dem grossen Antlitz
weit legt sich Lächeln und Opfer herein der Blick und Lieb geschieht
aber die Himmlische kam die Taube begann und erkreiste ungeheuer den Sinn

More >
Voice and symphony orchestra



Artists and composers · Catalogue · Upcoming releases
Series · Newsroom · About Simax · Newsletter - Club
Simax Classics · Akersgata 7 · Oslo · N-0158 Norway · simax@grappa.no
© All Rights Reserved GMF 2008

Complete online catalogue

Simax catalogue